CUBE TEST Laboratory

reale Belastungen


Mit voller Beladung über Bodenwellen, wilde Bremsmanöver und weitere reale Belastungen. Um die gewohnt hohe Qualität unserer Bikes zu sichern, wird jedes Bike und jede sicherheitsrelevante Komponente im CUBE-eigenen Testlabor intensiven Tests unterzogen.

Willy Lützeler

Willi Lützeler arbeitet als Prüfingenieur im Testlabor von CUBE. Aufgewachsen im Bikeshop seiner Eltern, entdeckte er früh seine Leidenschaft fürs Biken. Seit über 10 Jahren fährt er Mountainbike-Rennen, vor allem Downhill. Und so wunderte es niemanden, dass er nach seinem Maschinenbaustudium auch beruflich daran arbeitet, Räder immer besser zu machen.

ohne Kompromisse

es muss funktionieren


Die Bremse eines Bikes muss funktionieren – ohne Kompromisse. Deshalb testen unsere Ingenieure in unserem Testlabor unterschiedlichste Bremssysteme, um eine Aussage über die Verzögerungswerte, die Standfestigkeit und den Verschleiß zu bekommen. Auch die Witterung wird berücksichtigt: Jede Bremse wird bei trockenen und bei nassen Verhältnissen genauestens geprüft. Nur wenn sie in beiden Situationen überzeugt, beginnt die zweite Testphase, in der die Haltbarkeit der Bremsbeläge untersucht wird. Hierzu werden mindestens 3000 Bremsvorgänge automatisiert durchgeführt. Nur eine Bremse, die dieser Belastung mit geringem Verschleiß standhält, kommt für unsere Bikes überhaupt in Frage.

Auf dem Trommelprüfstand wird das Bike in seiner Gesamtheit getestet. Dazu wird das Bike, mit Serienkomponenten versehen, auf der Trommel befestigt. Anschließend wird es mit Gewichten an Lenker, Sattel und Pedalen belastet, die in der Summe 140kg wiegen und das Gewicht von Fahrer und Gepäck simulieren. Die beiden Rollen der Trommel, auf denen das Bike mit den Rädern steht, rotieren und erzeugen so typische Fahrbahnanregungen. Auf diese Weise fährt das Bike mit reeller Belastung eine festgelegte Kilometerzahl und überfährt zudem verschiedene Hindernisse, die auf den Rollen aufgebracht sind. Insgesamt legt das Bike auf diesem Prüfstand hunderte Kilometer zurück und muss dabei bis zu 1,5 Millionen Hindernisse überfahren.


Die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit von Lenker, Vorbau und Sattelstütze muss bei jedem Bike bei 100% liegen. Auf Grund dessen werden alle Komponenten zweimal geprüft, während der Herstellung und im CUBE-eigenen Prüflabor. Die aktuellen Normen sind dabei meist nur eine Basis, die um weitere oder intensivere Prüfungen erweitert werden, um die Sicherheit der Bikes auch bei intensivem Einsatz zu gewährleisten. An den Einsatz von Pedelecs im sportlichen Bereich werden noch einmal höhere Anforderungen gestellt, weil Fahrgeschwindigkeit, Distanz und Gesamtgewicht höher sind als bei klassischen Rädern. Auch die verbauten Komponenten müssen der höheren Belastung entsprechen. Die verschiedenen Prüfstände für Komponenten bilden dabei reale Belastungsarten und -winkel auf diese Komponenten ab. Der Lenker beispielsweise wird zum einen gleichphasig belastet, indem auf beide Griffe gleichgerichteter Druck ausgeübt wird. Zum anderen werden sie gegenseitig, also gegenphasig belastet, um den Fall abzubilden, der entsteht, wenn der Fahrer im Wiegetritt an der einen Seite zieht und an der anderen Seite drückt.

Special Test LAB

Road Race


Eine Herausforderung für das ganze Bike ist der Zielsprint mit voller Kraft. Im CUBE eigenen Testlabor werden alle sicherheitsrelevanten Komponenten deshalb intensiven Tests unterzogen, um die gewohnt hohe Qualität unserer Bikes zu sichern.

Gerade beim Sprint wirken auf ein Bike enorme Kräfte. Deshalb prüfen wir genau diese Belastungsfälle auf unserem Wiegetrittprüfstand. Analog zur Tretbewegung werden die Kräfte sinusförmig an den Kurbelarmen eingeleitet und entsprechen dabei der Kraftübertragung eines Rennfahrers im Zielsprint. Diese Belastungsprobe dauert über 16 Stunden. Da während eines reellen Fahrbetriebs teilweise noch höhere Kräfte wirken, folgt eine zweite Testphase. Die Kraft, die auf die Pedale wirkt, ist um zusätzliche 25% erhöht. In dieser Stufe muss das Bike 10.000 Zyklen sicher überstehen.


Bei der Entwicklung von Rennrädern gibt es für uns zwei Fokuspunkte, die maßgeblich zur Gesamtperformance des Bikes beitragen: Rahmen und Gabel. Konsequenterweise unterziehen wir jede Gabel unserer Produktpalette harten Tests, die die Belastungen auf der Straße deutlich übersteigen. Auf unserer Prüfmaschine leiten wir konstante und wechselnde Kräfte in die Gabel und simulieren zudem die Energie, die im Überlastfall entsteht. Die Steifigkeit ist eine der wichtigsten Kriterien für eine gute Performance jedes Rennrads. Bereits in der Konzeptphase und Entwicklung eines Bikes wird festgelegt, welche Steifigkeitswerte der Rahmen erreichen muss, um dem jeweiligen Einsatzgebiet gerecht zu werden. Dieser Wert variiert je nach Bikebereich und -komponente, um als Gesamtpakt bestmögliche Ergebnisse zu bringen. Für den Steuerrohr- und Tretlagerbereich soll eine höchstmögliche Steifigkeit generiert werden, um eine extrem effiziente Kraftübertragung zu erzielen und dem Bike ein perfektes Handling zu verleihen. Im Sitzrohr-Bereich ist im Gegensatz dazu ein niedriger Steifigkeitswert sinnvoll. Durch eine weiche Struktur wird der Komfort am Sattel spürbar verbessert. Eine geringe Steifigkeit wirkt dann wie eine Federung und überträgt die Kraft auf den Fahrer deutlich sanfter. Dieser Komfort lässt den Fahrer weniger schnell ermüden und macht die Fahrt noch effizienter.

Special Test LAB

Mountainbike


Auf dem Trommelprüfstand wird das Bike in seiner Gesamtheit getestet. Dazu wird das Bike, mit Serienkomponenten versehen, auf der Trommel befestigt. Anschließend wird es mit Gewichten an Lenker, Sattel und Pedalen belastet, die in der Summe 115 kg wiegen und das Gewicht von Fahrer und Gepäck simulieren. Die beiden Rollen der Trommel, auf denen das Bike mit den Rädern steht, rotieren und erzeugen so typische Fahrbahnanregungen. Auf diese Weise fährt das Bike mit reeller Belastung eine festgelegte Kilometerzahl und überfährt zudem verschiedene Hindernisse, die auf den Rollen aufgebracht sind.

Insgesamt legt das Bike auf diesem Prüfstand hunderte Kilometer zurück und muss dabei bis zu 1,5 Millionen Hindernisse überfahren. Wir unterscheiden zusätzlich noch die einzelnen Einsatzgebiete der Mountainbikes. Die internationale Prüfnorm macht keinen Unterschied zwischen den Bikes. Wenn wir nur nach ihr gingen, würde ein Downhillbike, das die härtesten Abfahrten macht, nach denselben Kriterien getestet wie ein Standard-Touren-Mountainbike. In unserem Testlabor hängt die Intensität der Belastung und Dauer der Qualitätstests deshalb auch von der Anwendung ab. Je härter die Anforderungen, desto härter auch die Testbedingungen. Denn wir wollen nicht nur eine Norm erfüllen, sondern höchste Qualität versprechen.


Der Steuerrohrbereich ist eine sensible Stelle gerade am Mountainbike, da über die Gabel hohe Lasten übertragen werden, die von dort aus weitergeleitet bzw. gestützt werden müssen. Deshalb wird diese Belastung besonders intensiv auf einer separaten Maschine für diesen Bereich geprüft. Über eine Gabel wird gezielt eine realistische Last angelegt, welche das Überfahren von Hindernissen, Bremsmanövern und Sprüngen nachstellt. Insgesamt muss das Steuerrohr mindestens 50.000 Lastfälle unbeschadet überstehen, damit es für die Produktion freigegeben wird.

Die Steifigkeit ist eine der wichtigsten Kriterien für eine gute Performance jedes Mountainbikes. Bereits während der Konzeption und der Entwicklung eines Bikes wird festegelegt, welche Steifigkeitswerte der Rahmen erreichen muss, um dem jeweiligen Einsatzgebiet gerecht zu werden. Dieser Wert variiert je nach Bikebereich und -komponente, um als Gesamtpakt bestmögliche Ergebnisse zu bringen. Für den Steuerrohr- und Tretlagerbereich soll eine höchstmögliche Steifigkeit generiert werden, um eine extrem effiziente Kraftübertragung zu generieren und dem Bike ein perfektes Handling zu verleihen. Im Sitzrohr-Bereich der Hardtails ist im Gegensatz dazu ein niedriger Steifigkeitswert sinnvoll. Durch eine weiche Struktur wird der Komfort des Sattels spürbar verbessert. Eine geringe Steifigkeit wirkt dann wie eine Federung und überträgt die Kraft auf den Fahrer deutlich sanfter. Dieser Komfort lässt den Fahrer weniger schnell ermüden und macht die Fahrt noch effizienter. Somit steht ein steiferer Rahmen nicht uneingeschränkt für eine bessere Qualität. Erst ein besonders ausgewogener Mix an verschiedenen Steifigkeitswerten lässt das Bike präzise, effizient und komfortabel über die Trails jagen.